Von der Cola-Flasche zur Organischen Leuchtdiode

Schüler des Simon-Marius-Gymnasiums belegten den 1. Platz Bereits zum dritten Mal hatte der Verein Deutscher Ingenieure eingeladen und mehr als 300 Schülerinnen und Schüler im Alter von elf bis 16 Jahren aus ganz Westmittelfranken kamen mit ihren Lehrkräften an die Hochschule Ansbach und stellten ihre Forschungsprojekte in fünfzehnminütigen Präsentationen vor. Ziel dieses Schülerforums ist es u. a. „Junge Forscher“ zum technischen Studium zu animieren. „Wenn wir das erst mit 17-jährigen machen, haben sich viele schon entschieden“, erklärte Bezirksvorsitzender Günter Petruschek.

Dieses Jahr nahmen zum ersten Mal auch Schüler des Simon-Marius-Gymnasiums teil. Die drei Vortragenden Elias Blessing, Jonas Kristen und Maja Schaller (Klasse 9b) beschäftigten sich in ihrer Freizeit ausführlich mit dem Thema Organische Leuchtdioden (kurz: OLEDs), einem aktuellen Forschungs- und Entwicklungsfeld in Wissenschaft und Technik. Bei OLEDs handelt es sich um ein leuchtendes Dünnschichtbauelement aus organischen halbleitenden Materialien. Im Unterschied zu den anorganischen Leuchtdioden (LED) sind diese unter anderem dünner und flexibler. Somit ergeben sich für Smartphones und Tablets neue Perspektiven. Sie könnten in Zukunft noch viel dünner und eventuell sogar biegsam sein. Die Schüler arbeiteten sich in das komplexe Themengebiet ein, dessen Inhalte deutlich über das Unterrichtsniveau des Fachs Chemie hinausgehen. Zusätzlich experimentierten sie unter Anleitung der betreuenden Lehrkraft StRin Ebert und es gelang ihnen eine funktionsfähige OLED nachzubauen. Ihre sowohl theoretischen als auch praktischen Ergebnisse fasten sie zu einer Präsentation zusammen und übten diese intensiv ein.

Am 20. Juli konkurrierten die Schüler des SMGs in einem Wettbewerb mit Schülergruppen der Nachbargymnasien in der Themengruppe „Naturwissenschaften vermitteln, verstehen und anwenden“. Elias, Jonas und Maja überzeugten die mit Professoren und Vertretern des VDIs besetzte Jury durch ihren sehr anschaulichen Vortrag. In der Begründung der Preisverleihung wurden besonders die sehr gute Teamarbeit, der homogen wirkende und völlig freie Vortragsstil, das detailreiche Wissen und das „kontinuierliche Ingenieurdenken“ hervorgehoben. Auch die selbstgebaute OLED, welche experimentell in den Vortrag integriert wurde, begeisterte die Jury nicht wenig und so wurde das Team für seinen Vortrag „Von der Cola-Flasche zur organischen Leuchtdiode“ mit dem mit 250 Euro dotierten ersten Platz ausgezeichnet.

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