Jugend forscht zum 35. Mal in Erlangen, zum 1. Mal mit Chemikern des Simon- Marius-Gymnasiums

Der Erlanger Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ startete am 24. Februar 2016 in seine 35. Auflage. Nach der Premiere 1980 im Erlanger Siemens Sportheim folgten weitere erfolgreiche Austragungen mit stetig steigenden Teilnehmerzahlen. 1990 war der Wettbewerb so groß geworden, dass ein Umzug in die Heinrich-Lades-Halle neben dem Rathaus in der Stadtmitte erforderlich wurde. Über 2000 Schüler und Jugendliche haben bisher am Wettbewerb in Erlangen teilgenommen. Diesmal bewarben sich 140 findige Köpfe aus Mittelfranken, zwischen 9 und 21 Jahren, mit 92 Arbeiten um die zahlreichen Preise und Praktika.

Unter diesen Teilnehmern befand sich zum ersten Mal eine Gruppe junger Chemiker des Simon-Marius-Gymnasiums. Laura Adrion, Leon Halmheu und Frederik Scheibel aus der Jahrgangsstufe 10 stellten in Erlangen ihre Forschungsergebnisse zum Thema „Welcher Orangensaft ist am besten für mich?“ vor.

Im Resümee ihrer Arbeit schreiben sie hierzu: „Nachdem wir im Supermarkt beobachtet haben, dass es Orangensaft sowohl in der Plastikflasche als auch im Tetrapack zu kaufen gibt, hat sich die Frage ergeben, inwieweit sich der Vitamin C- Gehalt unter verschiedenen äußeren Bedingungen verändert. Um diese Frage zu beantworten, haben wir Orangensaft unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt und anschließend titriert. Der nach der Lagerung ermittelte Gehalt an Vitamin C wurde dann mit dem ursprünglichen Wert der Anfangsprobe verglichen. Dabei haben wir festgestellt, dass der Vitamin C- Gehalt sowohl von Temperatur und Licht als auch von der Zeit der Lagerung beeinflusst wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Ascorbinsäuregehalt umso geringer ist, je wärmer, je heller und je länger der Orangensaft gelagert wird.“

Um diese Aussagen aufstellen zu können, forschten die drei naturwissenschaftlich Interessierten im Rahmen des Wahlkurses „Forscher AG“ unter Leitung von StRin Julia Hilgarter über ein Schuljahr hinweg, planten zur Themenstellung passende Experimente und führten diese zielgerichtet durch. Von typischen Rückschlägen bei einer praktischen Arbeit ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Danach fertigten sie eine schriftliche Ausarbeitung an und reichten diese bei Jugend forscht ein. Zudem entwarfen sie ein Konzept für ihre Präsentation und setzten diese sehr anschaulich und überzeugend in der Heinrich-Lades-Halle um, was den äußerst positiven Rückmeldungen der Juroren und Besuchern des Nachmittags zu entnehmen war.

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03_ausstellung_jugend_forscht_2016
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