Du bist Informatik


Input – PutPut – Outputbild-1-input-output

 

Die Ansicht, Programmierer arbeiten zusammengepfercht in großen kahlen Hallen in "Code-Lege-Batterien", widerlegte Josef Adersberger bei seinem Vortrag während einer Informatikstunde am 19. April 2012 vor Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe. Er brachte in seiner Rolle als Botschafter der Initiative "Informatik studieren" der Ernst-Denert-Stiftung den Zuhörenden die Informatik näher und machte sie als Studienfach schmackhaft. Auch mit einem zweiten Vorurteil räumte der Referent auf: entgegen einer häufig vertretenen Meinung sind Informatiker im allgemeinen nicht dicke Hornbrillen tragende, bleiche, koffeinsüchtige, kontaktarme Nerds.

 

 

bild-2-codebild-3-nerd

Herr Adersberger verdeutlichte aber nicht nur, was Informatik NICHT ist, sondern stellte auch anhand eigener Erlebnisse dar, was Informatik kann (z. B. Leben retten durch computergesteuerte Insulinpumpen), was ein Informatiker kann und wann er es lernt sowie was ein Informatiker in seinem Berufsleben macht.

Die rasante Geschwindigkeit des Fortschritts in der Informatik führte er anhand eines Sachverhalts, der ihm selbst kürzlich beim Kauf seiner neuen Waschmaschine bewusst wurde, vor Augen. Diese verfügt laut ihrer Gerätebeschreibung über mehr Rechenleistung als die Apollo-Raumkapsel beim Mondflug.

bild-4-folie1
         

bild-5-folie2       bild-6-folie3

bild-7-waschmaschinenrakete


Für alle Zuhörenden faszinierend war der Ausblick auf die Zukunft. Der Informatikbotschafterberichtete über "connected

bild-8-folie4cars", an deren Entwicklung er beteiligt ist. Diese tauschen untereinander und mit Verkehrsleitsystemen sowie Ampeln permanent Informationen aus, um für einen reibungslosen und sicheren Verkehrsfluss zu sorgen

 

 

Die Aussicht, dass futuristisch anmutende Entwicklungen wie mit "augmented reality" gekoppelte "wearable devices" – ein Beispiel ist die manchen bekannte "Google-Brille" – bereits kurz vor der Marktreife stehen, verblüffte alle Anwesenden.

Den Schülerinnen und Schülern wurde durch den faszinierenden Vortrag von Herrn Adersberger, der sowohl an der Technischen Universität München als auch an Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als Dozent tätig ist und bei dem wir uns noch einmal bedanken, ein facettenreiches und attraktives Bild der Informatik als Studienfach und Berufsfeld aufgezeigt. Außerdem wurde ihnen bewusst, wie wichtig im Hinblick auf die Vermeidung von folgenschweren Anwendungsfehlern äußerst fachlich korrektes und verantwortungsvolles Arbeiten im Bereich der Informatik notwendig ist.

 

Sämtliche Bilder sind entweder selbst erstellt oder stammen aus der Präsentation von Herrn Aderstberger.

U. Kiesmüller