Klassenbestenfahrt zur Nürnberger Staatsoper

Am 22. Januar 2013 fand wieder die alljährliche Fahrt der Klassenbesten des letzten Schuljahres statt.

Diesmal standen das Jugendkonzert „ Die Kunst des Hörens / Don Giovanni“ und anschließend eine Führung durch das Opernhaus in Nürnberg auf dem Programm. So fuhr der Bus morgens um acht mit 25 motivierten und gespannten Schülern am Simon-Marius- Gymnasium ab. Im Bus wurden wir zuerst von Frau Weigel und Herrn Rei sowie dem Busfahrer begrüßt und mit einer Vesper für die Mittagspause versorgt. In Nürnberg angekommen und auf einem Gruppenfoto verewigt, saßen wir schließlich um 10:00 Uhr unter einem gigantischen Kronleuchter im Opernsaal. Nach der Ouvertüre aus Mozarts italienischer Oper „Don Giovanni“ erfuhren wir Allgemeines rund um die Oper und die an einer Aufführung beteiligten Personen wie zum Beispiel den Regisseur. Außerdem sahen wir zwei Szenen aus dem modern inszenierten Opernstück. Zur Enttäuschung einiger Schüler – und auch von Frau Weigel und Herrn Rei – war die Vorführung entgegen der Ankündigung nur von kurzer Dauer. Dafür wurden wir aber mit einer zweieinhalbstündigen Mittagspause entlohnt und konnten gemütlich durch die Straßen der Innenstadt schlendern.

Nach der entspannten Pause trafen wir uns an der Oper wieder und wurden am Nachmittag von zwei Theaterpädagoginnen durch das Opernhaus geführt. Das 1902 erbaute und nach dem zweiten Weltkrieg wieder renovierte Gebäude war so geplant worden, dass es unterschiedliche Aufenthaltsbereiche für verschiedene Gesellschaftsklassen gab. Zuerst schauten wir uns die Aufenthaltsräume der Schauspieler an. Dann besichtigten wir die Schneiderei, in der für die Schauspieler die Kostüme perfekt zugeschnitten werden, und erkundeten eines der großen Kostümarchive. Anschließend machten wir einen Streifzug durch die Abteilung der Maskenbildner. Hier verarbeiten die Fachkräfte aus Indien angeliefertes Echthaar, das sich aufgrund seiner Dicke besser als das europäische Haar eignet, zu beeindruckenden Perücken. Außerdem modellieren sie Masken, wie der Name schon sagt.

Leider konnte die Opernbühne wegen Lichtproben nicht betreten werden, doch dafür durften wir zum Schluss auf die Bühne des Schauspielhauses, das sich neben dem Opernhaus befindet. Hier wurde gerade das Bühnenbild für die Abendvorstellung aufgebaut. Interessant war es, zu erfahren, dass die Kulissen über Seile nach oben gezogen werden können, sodass sie für die Zuschauer nicht mehr sichtbar sind. Außerdem befinden sich im Boden Platten, die sowohl sechs Meter in die Tiefe als auch zwei Meter nach oben gefahren werden können.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Tag, den wir sicher nicht allzu schnell vergessen werden. Wir bedanken uns außerdem herzlich bei Frau Hauf und der Hauf-Stiftung, durch die die Klassenbestenfahrten erst ermöglicht werden.

Mona Felsenstein, 9a